Krankenkassenprämie

Warum steigen die Krankenkassenprämien in der Schweiz jedes Jahr?

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Eine gute Gesundheitsversorgung kostet viel Geld und die Kosten steigen von Jahr zu Jahr. In den letzten zwei Jahrzehnten sind die Prämien für die Versicherten jedes Jahr um durchschnittlich 3,4 % pro Jahr gestiegen. Lediglich 2008 und 2014 sind die Prämien leicht gesunken (Vgl. BFS). Was die Gründe dafür sind und ob es durch die Corona Krise im nächsten Jahr zu einer Kostenexplosion kommen wird, erfährst du in diesem Blogbeitrag.

Quelle BFS

Gründe für die Prämienerhöhungen der Krankenkassen.

Die Gesundheitskosten steigen jedes Jahr

Bild von Sasin Tipchai auf Pixabay 

Die Kosten pro Person und Jahr betragen mittlerweile durchschnittlich 10.000 Franken pro Jahr. Die Ausstattung und die Versorgung in der Schweiz werden immer besser, das System ist modern und gut und die Medikamente kosten viel Geld, was die Gesundheitskosten jedes Jahr steigen lässt.

Unterschiedliche Prämien für unterschiedliche Lebensstile.

Bild von Free-Photos auf Pixabay 

Die Prämien unterscheiden sich bei Erwachsenen und Kindern je nach Alter. Auch der Ort wo du lebst kann mitunter deiner Prämie beeinflussen. Das hängt mit der Anzahl der Spitäler und der allgemeinen Verfügbarkeit von medizinischen Dienstleistungen zusammen. In Basel-Stadt gibt es beispielsweise viel mehr Spitäler und Versorgungseinrichtungen als im Kanton Aargau und die Preise für die Pflichtversicherung unterscheiden sich teilweise enorm voneinander.

Franchise und Versicherungsmodelle

Je nachdem wieviel Franchise du bezahlst und welches Versicherungsmodell du auswählst, fällt die Höhe deiner Prämien und die Steigerung dieser. Zahlst du eine höhere Franchise und nimmst das Hausarztmodell in Anspruch, zahlst du weniger.

Die Freiheit die Leistungserbringer selbst zu wählen

In der Schweiz, darf jeder seinen Leistungserbringer selber wählen. Das kostet die Krankenkassen aber unter Umständen auch mehr Geld, weshalb die Prämien von Jahr zu Jahr steigen.

Und was passiert 2021 nach Corona?

Bild von Tumisu auf Pixabay 

Das Coronavirus hat die Gesundheitskosten der Schweiz glücklicherweise nicht überstrapaziert, weswegen die Kosten für das nächste Jahr nur um die 2-3 % steigen lässt. Verändert haben sich aber die Einkünfte der Arbeitnehmer. Durch Kurzarbeitergeld zum Beispiel fehlt vielen Haushalten in diesem Jahr Einkünfte von bis zu 30 %. Die Prämienerhöhung wird im folgenden Jahr also deutlicher zu spüren sein, als die Jahre zuvor.

Das online Vergleichsportal Comparis fordert in diesem Zuge nun eine Erhöhung der Prämien von maximal 1 Prozent und den Abbau der Reserven, um so die Arbeitnehmer*innen zu entlasten.

Übrigens: Im September kannst du wieder deine Grundversicherung kündigen und wechseln. Mit unserem Vergleichsrechner kannst du die Prämien für das folgende Jahr vergleichen und die günstigste Versicherung für dich finden.

Wie empfindest du die Erhöhungen der Krankenkassen jedes Jahr? Stört es dich nicht und du merkst das kaum in deinem Monats – oder Jahresbudget oder musst du dafür auf andere Sachen im Leben verzichten und sparsamer Haushalten?

Schreib mir gerne in den Kommentaren und lass uns gemeinsam unsere Erfahrungen austauschen.

Let’s stay in touch!