Mietkautionsversicherung

Mietkautionsversicherung – lohnt sich das?

Lesezeit 5 Minuten

Wir alle kennen das. Voller Vorfreude besichtigen wir erst einige neue Wohnungen, unterschreiben dann den Mietvertrag für das neue Zuhause und richten innerlich bereits die einzelnen Räume ein. Das alte Sofa passt nicht mehr in die Ecke, die Küche bräuchte dringend ein Update und auch das alte Bettgestell könnte mal ausgetauscht werden. Wir rechnen im Kopf kurz zusammen, addieren noch die Kosten für die Umzugsfirma und eigentlich würde alles passen, wenn nicht noch die Mietkaution zu zahlen wäre.

Neben dem ersten Mietzins wird beim Einzug auch die Mietkaution fällig. Diese beträgt in der Regel 3 Monatsmieten und wird teilweise sofort und in einer Rate fällig und so müssen entweder Familien angehörige oder Freude einspringen oder der Traum von der neuen Küche muss einige Monate nach hinten verschoben werden.

Doch es gibt noch eine weitere Möglichkeit, dein Barvermögen zu schonen und deine Einrichtungswünsche zeitnah zu erfüllen: die Mietkautionsversicherung.

Was eine Mietkautionsversicherung ist, wie sie funktioniert und welche Vor-, aber auch Nachteile es gibt, erfährst du in diesem Blogbeitrag.

Mietkautionsversicherung – was ist das?

Eine Mietkautionsversicherung ist eine Mietkautionsbürgschaft, das heisst eine Versicherung oder ein Anbieter hinterlegt für dich die Mietkaution bei deinem Vermieter ohne das Bargeld fliesst. Dafür wird eine jährliche Versicherungsprämie fällig, die dafür deine Kaution abdeckt.

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Mietkautionsversicherung – wie funktioniert das?

Zuerst einmal musst du ein Mietkautionskonto eröffnen. Das funktioniert meistens online. Dort gibst du die geforderte Mietkautionshöhe sowie deine Daten an. Der Anbieter überprüft dann deinen Antrag und schickt dir die Rechnung über die erste Jahresprämie zu. Hast du die Rechnung überwiesen, ist dein Versicherungsschutz aktiviert.

Die Prämie unterscheidet sich von Anbieter zu Anbieter und richtet sich nach der Höhe der Kaution. Bei einigen Anbietern wird zudem eine Einrichtungsgebühr fällig. Entscheidest du dich für ein Mietkautionskonto bei GoCaution.ch*, entfällt diese Gebühr.

Dein Vermieter erhält dann meist automatisch eine Bürgschaftsurkunde von der Versicherung und deine Kaution ist hinterlegt.

Übrigens: Die Mietkautionsversicherung kann auch schon für bestehende Mietverträge und Kautionen eingereicht werden. Nach Einrichten des Kontos wird dein Mietzinsdepot freigeschaltet und du bekommst die hinterlegte Kaution zurück.

Vorteile der Mietkautionsversicherung

Eine Mietkautionsversicherung bietet eine Menge Vorteile für dich als Mieter, aber auch Vermieter können davon profitieren.

Vorteile für Mieter:

  • liquide Mittel sind verfügbar und du kannst dir weitere Wünsche erfüllen
  • du musst nicht auf deine alte Kaution warten und kannst direkt einziehen
  • die Mietkautionsbürgschaft bietet allen Parteien (Mieter und Vermieter) denselben Schutz.
  • für die Auflösung ist die Unterschrift aller Parteien erforderlich und schafft so Sicherheit
  • meist ist ein passiver Rechtsschutz dabei und offene Forderungen werden geprüft, ob diese gerechtfertigt sind oder nicht
  • flexible Kündigungsfrist auch während der Laufzeit

Vorteile für Vermieter:

  • weniger bzw. kein Verwaltungsaufwand
  • einfache Geltendmachung von Ansprüchen an den Mieter bzw. an die Versicherung
  • bietet Sicherheit gegen Zahlungsunfähigkeit des Mieters
  • gleiche Sicherheit wie Barkaution, da Versicherer bis zur vereinbarten Summe an den Vermieter auszahlen

Nachteile der Mietkautionsversicherung

So gut der Abschluss einer Mietkautionsversicherung klingt, es gibt auch einige Nachteile, die vor Abschluss auf jeden Fall abwägen solltest.

Nachteile für Mieter:

  • Besonders bei kurzfristigen Verträgen attraktiv, da bei längeren Laufzeiten die Kosten der tatsächlichen Kaution überstiegen werden können
  • jährliche Gebühren/Prämie meist keine Prämienrückerstattung bei Kündigung im laufenden Jahr
  • Prämien werden nicht verzinst, dein Mietkautionsguthaben schon (wenn auch gering :))
  • berechtigte Kostenforderungen des Vermieters sind durch Mietbürgschaft noch nicht abgedeckt und müssen vom Mieter erstattet werden
  • Schadensregulierung läuft meistens zwischen dem Bürger (Mietkautionsversicherung) und Vermieter ab – hast du als Mieter einen Einspruch gegen eine Forderung, musst du selbst aktiv werden und Widerspruch einlegen
  • Vermieter muss die Mietkautionsversicherung nicht akzeptieren.

Nachteile für Vermieter:

  • kein direkter Zugriff auf die Kaution

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Das Fazit von Easyinsured.ch: Lohnt sich eine Mietkautionsversicherung?

Wir finden: Ja, es kann sich lohnen. Gerade für kurzfristige Mieten oder um kurzfristige finanzielle Engpässe beim Umzug zu vermeiden, ist die Mietkaution eine gute Alternative. Die liquiden Mittel bleiben verfügbar und der Spielraum wird vergrößert. Die jährlichen Prämien richten sich nach der Kautionshöhe und sind relativ günstig. Mietkautionskonten bieten die volle Flexibilität und lassen sich jederzeit kündigen.

Solltest du allerdings längerfristig in der Wohnung bleiben wollen, kann es sich lohnen, die Mietkaution später in das Mietzinsdepot einzuzahlen, da die Prämien über die Jahre den Wert der Kaution überschreiten können und du am Ende drauf zahlst. Ausserdem solltest du, wenn nicht schon geschehen, unbedingt eine Privathaftpflichtversicherung abschliessen, da Mieterschäden durch die Mietkautionsversicherung bisher noch nicht abgedeckt sind. Verursachst du einen berechtigten Schaden in der Wohnung, zahlt die Mietkautionsversicherung zwar erst mal den Schaden, holt sich das Geld aber bei dir zurück.

Wie hast du das mit der Mietkaution gelöst? Hast du alles auf ein gesperrtes Mietzinsdepot eingezahlt oder nutzt du schon ein Mietkautionskonto?

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