In der Schweiz gilt seit einigen Tagen der außerordentliche Zustand. Auch wenn es noch keine Ausgangsbeschränkungen gibt, sind die Menschen dazu angehalten möglichst zuhause zu bleiben und wenn möglich auch von zuhause aus zu arbeiten. Das sogenannte Homeoffice ist hierzulande zwar bekannt, doch weit verbreitet ist es bisher nicht.
Die Arbeit im Homeoffice bietet eine Menge Vorteile, aber eben leider auch Nachteile. Damit du gut in deinem Homeoffice zurechtkommst, habe ich hier einige Tipps für dich, die dir den Übergang erleichtern und dir mehr Effizienz beim arbeiten zu Hause ermöglichen sollen.
Richte dir einen festen Arbeitsplatz ein.
Von der Couch aus zu arbeiten, klingt vielleicht erst mal verlockend, ist aber für deine Arbeit nicht sonderlich von Vorteil. Du bist schneller abgelenkt und kommst vor allem nicht so recht in den Arbeitsmodus. Wenn du jeden Tag am selben Ort arbeitest, springt dein Gehirn bereits nach kurzer Zeit automatisch in den Arbeitsmodus und es wird dir leichter fallen konzentriert zu bleiben.

Am besten eignet sich ein separater Bereich mit Tür, sodass auch alle anderen Haushalts- und Familienmitglieder wissen, dass du gerade arbeitest, und stören dich nicht. Wenn du keine Kapazitäten für ein eigenes Arbeitszimmer hast, kannst du dir auch einen Schreibtisch oder einen Platz an deinem Küchentisch. Wichtig: Kommuniziere am besten, dass dieser Bereich signalisiert, dass du arbeitest und nur in dringenden Fällen gestört werden möchtest.
Lege Arbeitszeiten fest und mache Feierabend!
Um richtig in den Arbeitsrhythmus zu kommen, bietet es sich an, wenn du dir feste Arbeitszeiten nimmst. So gewöhnt sich dein Geist schnell an die neue Arbeitssituation zu Hause. Ebenso macht es großen Sinn, sich für die Arbeit vorzubereiten und nicht im Bademantel oder Schlafanzug zu arbeiten. So festigt sich das Gefühl, dass du auf Arbeit bist und nicht in den eigenen 4 Wänden.
Wenn du dir keine festen Arbeitszeiten nimmst, kann es passieren das die Grenze zwischen Freizeit und Arbeit verschwimmt und du viel zu viel Zeit vor dem Computer verbringst.
Plane deinen Arbeitstag!

Mach dir am besten morgens oder zum Ende des letzten Tages einen Plan, was du am jeweiligen Tag alles erledigen willst. So behältst du den Überblick und kannst dich konzentriert und fokussiert auf deine Arbeit “stürzen”. Eine Planlosigkeit, kann dazu führen, dass du wichtige Dinge zu weit aufschiebst und aus den Augen verlierst und am Ende alles unter Stress und Hektik erledigen musst.
Mache Pausen!
Pausen sind so unglaublich wichtig und gerade, wenn man alleine vor sich hinarbeitet, vergisst man die Uhrzeiten schnell, da plötzlich keine Kollegen mehr um dich herum sind und dich zum Kaffee auffordern. Stelle dir am besten einen Wecker, der dich regelmäßig daran erinnert eine kleine Pause zu machen. Hast du schon von der Pomodoro Technik gehört? Hier arbeitest du in Intervallen und erhöhst somit deine Produktivität. Forscher haben herausgefunden, dass die beste Balance entsteht, wenn du 50 Minuten arbeitest und danach 10 Minuten Pause einlegst. Nach 4 Intervallen solltest du eine längere Pause von mindestens 30 Minuten einlegen. Während ich diesen Blogartikel schreibe, arbeite ich übrigens genau mit dieser Technik.
Nutze die kleinen und großen Pausen sinnvoll!
Schnell die Wäsche waschen oder den Fußboden wischen, sollten nicht in die Pausengestaltung gehören. Trinke stattdessen eine Tasse Tee, setze dich ans Fenster und genieße den Ausblick, vertritt dir kurz die Beine oder meditiere ein paar Minuten. So tankst du wieder Kraft und Klarheit und kannst dich mit voller Power an die nächste Arbeit machen. Viele denken, dass es ein Vorteil ist, zu Hause zu arbeiten und nebenbei die Hausarbeit zu erledigen, doch wird dich das sehr aus deinem Arbeitsflow reißen und du wirst weniger produktiv sein. Nutze für deine Hausarbeiten lieber die Zeit durch den gesparten Arbeitsweg.

Nutze die Technik!
Es gibt ein Haufen Apps und Software, die deinen Arbeitsalltag im Homeoffice erleichtern können. Telefoniere oder skype mit deinen Kollegen für Meetings, Plane deinen Tagesablauf mit Applikationen und so weiter. Erkundige dich bei deinen Kollegen oder deinem Chef, welche technischen Hilfsmittel empfohlen werden, um die Teamarbeit aufrecht zu erhalten oder welche Erfahrungen diese bereits gemacht haben.
Extratipps fürs Homeoffice mit den Kids.
Die beiden Sachen passen eigentlich nicht wirklich gut zusammen. Die Arbeit benötigt Aufmerksamkeit und Konzentration und die Kinder wollen beschäftigt werden.
Da die Kitas und Schulen geschlossen sind und aufgrund der Ansteckungsgefahr die Kinder nicht zu den Großeltern gebracht werden können, müssen viele Arbeitnehmer nun diesen Spagat bewältigen.
Erkläre deinen Kindern die Situation.
Je nach Alter kann dein Kind die Lage verstehen und sich zumindest für eine gewisse Zeit selbst beschäftigen.
Suche Aufgaben für dein Kind.
Die Kinder zu beschäftigen mit geistigen oder künstlerischen Aufgaben, kann die auch zumindest ein paar Stunden am Tag die Arbeit ermöglichen.
Sprich mit deinem Chef über die Situation.
Vielleicht ist es möglich weniger Aufgaben zu bekommen und beides gut in Einklang zu bringen.
Teilt euch die Kinderbetreuung.
Ihr könntet euch die Kinderbetreuung aufteilen und so ein paar ungestörte Stunden der Arbeit für beide erreichen.

So schön die Arbeit zu Hause auch ist, es erfordert durchaus viel Disziplin und Planung, um effizient und produktiv zu arbeiten. Mit diesen Tipps hast du einen guten Leitfaden, der dich dabei unterstützen kann, zuhause in den richtigen Arbeitsmodus zu gelangen.
Wie machst du das im Homeoffice? Hast du Erfahrungen oder Tipps, wie die Arbeit zu Hause noch besser klappt? Dann schreib mir in den Kommentaren und teile deine Gedanken mit mir!
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