Versicherungen in der Schweiz

Die Versicherungen in der Schweiz – einfach erklärt!

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Welche Versicherungen in der Schweiz gibt es eigentlich für Privatpersonen und welche davon sind obligatorisch? Wir unterscheiden in der Schweiz zwischen Sozialversicherungen, Sach- und Vermögensversicherungen. Nicht alle sind obligatorisch, einige auf jeden Fall empfehlenswert. Alles, was du dazu wissen musst, erkläre ich in diesem Blogartikel.

Das Video “ Die Sozialversicherungen in der Schweiz“ Teil 1

Die Sozial- und Personenversicherungen in der Schweiz.

Die Sozial- und Personenversicherungen in der Schweiz decken Tod, Alter, Invalidität, Arbeitslosigkeit, Unfall sowie den Militär- und Zivildienst ab. Die Sozialversicherungen sind in der Regel obligatorisch.

Das 3 Säulensystem der Schweiz steht dabei zusammen mit der Krankenkassenzusatzversicherung ganz am Anfang.

Das 3 Säulen Prinzip Schweiz
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Die 1. Säule – die Existenzsicherung.

Die 1. Säule des 3 Säulensystems in der Schweiz dient der Existenzsicherung und beinhaltet die AHV, die IV und einige ergänzende Leistungen.

Die AHV, die Alters- und Hinterlassenenversicherung, deckt damit die Kosten im Alter sowie die deiner Hinterbliebenen. Die IV, die Invaliditätsversicherung, springt dann ein, wenn du durch Unfall oder Krankheit nicht mehr in der Lage bist, für deinen Lebensunterhalt aufzukommen. 

Die 2. Säule – die Berufliche Vorsorge und Unfallversicherung

Zur zweiten Säule des 3 Säulensystems der Schweiz gehören die Pensionskasse sowie die Unfallversicherung und bilden damit die berufliche Vorsorge. Die Beiträge werden dir in monatlich von deinem Lohn abgezogen und ist obligatorisch. Den Beitrag für das Todes- und Invaliditätskapital werden sofort mit Berufsanfang fällig, wohingegen der Beitrag für das Pensionssparen erst mit dem 25. Lebensjahr anfallen.

Die Unfallkasse ist ebenso obligatorisch und wird dir von deinem Lohn abgezogen. Diese sichert dich im Falle eines Berufsunfalls vor finanziellen Schäden ab. Je nachdem wie viele Stunden du arbeitest, sind auch Unfälle in der Freizeit mit versichert.

Die 3. Säule – die Lebensversicherung

Bei der 3. Säule des Säulensystems sparst du für die Zukunft. Diese Versicherungen sind freiwillig und unterteilen sich in 3a, die gebundene Vorsorge, und 3b die freie Vorsorge.

Während bei der gebundenen Vorsorge das Kapital erst dann ausgezahlt wird, wenn du in Rente gehst, kannst du bei der freien Vorsorge selber entscheiden, welche Laufzeit und welche Sparrate du möchtest. Auch wenn die 3 Säule nicht zu den obligatorischen Versicherungen zählt, solltest du, sobald du genügend Geld verdienst unbedingt darüber nachdenken, diese abzuschließen, denn die beiden ersten Säulen machen nur ca. 60 % der Vorsorge aus!

Die Krankenkasse (Grundversicherung)

Die Krankenversicherung gehört ebenso zu den Sozialversicherungen und ist obligatorisch. Neben der Grundversicherung gibt es noch allerhand Zusatzversicherungen. Für mehr Informationen zu den Zusatzversicherungen empfehle ich dir mein E-Book “Die 5 wichtigsten Versicherungen in der Schweiz”, welches du hier herunterladen kannst.

weitere Versicherungen

Neben dem 3 Säulenprinzip und der Krankenversicherung gibt es noch die ALV, die Arbeitslosenversicherung, die deine Arbeitslosigkeit versichert, die EO, die Erwerbsausfallentschädigung, die den Arbeitgeber für Ausfälle seiner Mitarbeiter, die beispielsweise im Militär oder Zivilschutz tätig sind und zu einem Einsatz müssen, entschädigt, die Mutterschaftsentschädigungsversicherung und das Krankentaggeld für deinen Arbeitgeber.

Sach- und Vermögensversicherungen

Neben den Sozial- und Personenversicherungen gibt es die Sach- und Vermögensversicherungen, die Gegenstände und Vermögen versichern.

Das Video „Sach- und Verögensversicherung“ Teil2

Die Sachversicherungen

Sachen oder Gegenstände werden in bewegliche, wie Möbel oder Autos, sowie in unbewegliche Sachen, wie zum Beispiel Immobilien, unterteilt.

Die Sachversicherungen, zum Beispiel Hausratversicherungen, versichern Sachen gegen die 4 Grundelemente Feuer, Wasser, Diebstahl und Glasbruch. Unterschieden werden hier allerdings die Gebäudeversicherung, obligatorisch für Hausbesitzer und die Hausratversicherung, für Mieter.

Weitere Sachversicherungen sind zum Beispiel die Motorfahrzeugkaskoversicherung und die Reiseversicherung.

Vermögensversicherungen

Bei der Vermögensversicherung geht es um Vermögensversicherung. Diese deckt das eigene Vermögen, allerdings auch Vermögensschäden, die man selber verursacht hat. Dazu gehören unter anderem die Haftpflichtversicherung, die Rechtsschutzversicherung und die Kfz-Haftpflichtversicherung.

In diesem Blogbeitrag habe ich dir einen kleinen Überblick über das Versicherungssystem der Schweiz gegeben. Hast du Fragen dazu, schreibe mir gerne eine E-Mail, eine Nachricht auf den Social Media Plattformen oder vereinbare einen Beratungstermin mit mir.